Die MIT Mittelstands-und Wirtschaftsvereinigung besuchte im Rahmen ihres traditionellen Weihnachtsspaziergangs die Domstadt Köln. Hans-Dieter Clauser: „In diesem Jahr wollten wir eine Symbiose von Kultur und Genuss schaffen. Die MIT Reisenden besuchten die Jahrhundertschau des Sonderbundes im Wallraf-Richartz-Museum: 1912 – Mission Moderne, eine groWeihnachtsspaziergang2012-ße Retrospektive mit van Gogh, Gauguin, Picasso, Munch & Co. Vor 100 Jahren fand in Köln eine der wichtigsten Aus- stellungen der jüngeren Kunst- geschichte statt. „Die heute legendäre Kölner Sonderbund-ausstellung war 1912 angetreten, dem konser- vativen Kaiser- reich die moderne Kunst nahe zu bringen – mit durchschlagen- dem Erfolg. Die Schau wurde in Deutschland zum wichtigsten Wegbereiter für die Moderne“, so der Museumsführer. Nach dem von Kunstpädagogen bereiteten Kulturgenuss stand ein Spaziergang durch das weihnachtlich strahlende Köln auf dem Programm. Ein Glühwein im Glanze des Doms gehörte ebenso zur Tradition wie der Besuch eines Brauhauses. In angenehmer, gemütlicher Atmosphäre war genügend Raum zum Rückblick auf 2012, zum angeregten Gedankenaustausch und der kulinarische Genuss kam auch nicht zu kurz. Alle waren sich einig: „Das war eine kleine Auszeit in der sonst eher hektischen Weihnachtszeit und wie immer war es ein gelungener Jahresabschluss für die Mitglieder der MIT Langenfeld.

Quelle: Langenfelder Wochenanzeiger

Die heutige Zeit ist auch in der Wirtschaftswelt kurzlebig geworden. Große Firmen vergehen, neue werden gegründet und sind nach ein paar Jahren schon wieder weg. Mittelständische Unternehmen sind jedoch Synonym für Kontinuität. Dies zeigte sich auch bei der MIT-Visite bei der Rotterdam Gruppe. Der heutige Chef, Andreas Rotterdam, konnte in seiner Begrüßung nicht weniger als 4 Generationen in der Familientradition seit der Unternehmensgründung 1899 vorweisen. Und jeder zu seiner Zeit hat Krisen miterlebt – und gemeistert. Vieles hat sich verändert und wird sich auch weiterhin verändern, mittelständische Unternehmer reagieren auf die Herausforderungen. Stolz konnte Rotterdam auf viele laufende Entwicklungs- und Bau-Projekte hinweisen, die die Weiterentwicklung des Unternehmens sichern.

Sparkassen-Vorstandsmitglied Stefan Noack konnte noch einen drauflegen: seit 1897 sichert die Stadtsparkasse Langenfeld die Geldversorgung der Bürger und der einheimischen Wirtschaft. In seinem Vortrag „Quo vadis – Währungsunion?“ erläuterte er in prägnanten Beispielen Ursachen und Wirkungszusammenhänge der derzeitigen Finanzkrise. So zeigte ein Vergleich der Euro-Länder vor und nach der Währungsunion, dass Länder wir Griechenland bereits 1992 über 20 % Zinsen für seine überhöhten Schulden zahlen musste. Der Euro führte zu einer deutlichen Entlastung, was jedoch nicht zur Entschuldung sondern zu weiterer Verschuldung genutzt wurde. Spannend auch der Verschuldungsvergleich weltweit: Die Schwellenländer China, Mexiko, Brasilien haben eine niedrige Verschuldungsrate und gleichzeitig starkes Wirtschaftswachstum. Die Euro-Zone – heute als Zentrum der derzeitigen Finanzkrise in aller Munde, liegt im schlechteren Mittelfeld. Die USA stehen schlechter da, Japan gehört mit einer Verschuldung die fast doppelt so hoch wie die der Griechen liegt, zu den Schlusslichtern – aber niemand redet davon! Die Rating-Agenturen haben es verstanden, den Fokus der Öffentlichkeit stattdessen auf den Euro zu lenken. Kann das Zufall sein?

Aber auch Noack konnte keine Patent-Lösung anbieten. Niemand kann heute sagen, was auf Dauer wirklich falsch oder richtig ist. Richtig bleibt nur, dass niemand dauerhaft mehr Geld ausgeben kann, als er einnimmt. Für die Mittelständler um Hans-Dieter Clauser keine ganz neue Erkenntnis. Es ist jedoch bezeichnend, dass wir in Deutschland bereits vom Sparen reden, wenn wir etwas weniger Schulden machen. Clauser: „Auch der schuldenfreie Musterknabe Langenfeld muss aufpassen, dass er nicht über seine Verhältnisse lebt und leichtfertig durch großzügig bemessene Projekte den Pfad der Tugend (…und des Erfolges) verlässt“.

 

Schon in der Beratungsphase hat sich die MIT kritisch zum Tariftreue- und Vergabegesetz geäußert. Vergabefremde Kriterien und hohe bürokratische Hürden waren die entscheidenden Kritikpunkte. Jetzt hat uns die Realität eingeholt. Der Vorsitzende der MIT Langenfeld, Hans-Dieter Clauser erklärt hierzu: „Die an uns herangetragene Empörung unter den hiesigen Handwerkern und Mittelständlern über das Tariftreue- und Vergabegesetz ist enorm. Man fragt auf welchem Planeten Rot-Grün lebt, wenn man uns alle mit solchen Gesetzen drangsaliert." Clauser weiter: „Unsere einzige Hoffnung ist, dass der neue Wirtschaftsminister Duin hier eingreift und durch mittelstandsfreundliche Ausführungsbestimmungen das Schlimmste verhindert. Das zum 1. Mai durchgeboxte Gesetz soll das Vergaberecht neu regeln. Nun enthält dieses aber vor allem eine Vielzahl von völlig themenfremden Anforderungen, die in die Tarifhoheit eingreifen, die Frauenförderung, Lohnstandards, Antidiskriminierung, Sozialstandards, Umweltschutzstandards und Energieeffizienz betreffen. Viele NRW Kommunen finden wegen der übertriebenen bürokratischen Auflagen im Tariftreuegesetz insbesondere bei Kleinaufträgen häufig keine Lieferanten mehr. Der Vorstand der MIT Langenfeld sieht mit großer Sorge, dass kleine und mittlere Unternehmen nicht die Zeit haben, die bürokratischen Auflagen zu erfüllen und dass dieses Gesetz massiv zu Lasten des Mittelstandes geht. Die Mittelständler befürchten nun ein völliges Chaos im Bereich des Vergaberechtes und eine riesige Welle von rechtlichen Auseinandersetzungen zum Schaden der Unternehmen und mit Mehrkosten zu Lasten der Kommunen.

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Nun schon zum fünften Mal lud die MIT gemeinsam mit ihren Partnern, der Stadtverwaltung, den Stadtwerken, der Verbraucherzentrale NRW, der Stadtsparkasse und GECON-Energie zum Energie-Dialog diesmal zu den Edelstahlwerken Schmees ein. Lange vor dem Ausstiegsbeschluss aus der Kernenergie war vielen bewusst, dass sich die Energieversorgung schrittweise verändern wird, dass die Vorräte endlich sind und der Einsatz von erneuerbaren Energien eine Herausforderung für Politik, Unternehmen und Gesellschaft darstellen wird. Der Energie-Dialog ging in der fünften Veranstaltung dieser MIT-Themenreihe der Frage der Energieeffizienz und den Einsparpotentialen insbesondere in der mittelständischen Wirtschaft und in der Industrie nach. Viele denken sofort an die energetische Gebäudesanierung, denn gerade der Mittelstand, insbesondere das Handwerk sieht hier ein langfristiges stetig wachsendes Auftragsvolumen. Branchenkenner behaupten, in der Sanierung des Gebäudebestandes liegt das größte Einsparpotential. Bei den Edelstahlwerken konnten zahlreiche Gäste und Mitglieder der MIT ein hervorragendes Beispiel kennenlernen, wie sich mit einer sinnvollen Investition der Energieverbrauch senken lässt und dass sich eine solche Investition durchaus wirtschaftlich darstellen lässt. Der gemeinsamen Initiative der Edelstahlwerke Schmees, der Promeos GmbH, der Effizienz-Agentur NRW und dem Bundesumweltministerien ist es zu verdanken, dass hier ein zukunftsweisendes Umweltprojekt entwickelt und erfolgreich umgesetzt wurde. Der Bau einer neuartigen Pfannenaufheizstation senkt den Energieverbrauch, schont die Umwelt und verbessert die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Clauser: „Bei allen Anstrengungen des Klimaschutzes und der Energieeinsparung darf keineswegs die Wirtschaftlichkeit außer Acht gelassen werden“. Deshalb war auch die Ratifizierung eines Strom-Liefervertrags zwischen den Edelstahlwerken Schmees und den Stadtwerken Langenfeld ein Signal für alle Unternehmen, wie auch für die privaten Haushalte. In Langenfeld lässt sich nicht nur gut leben, hier lässt sich gut arbeiten und hier finden die mittelständischen Unternehmen hervorragende Bedingungen, um erfolgreich am Markt bestehen zu können.

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