Dreikönigstreffen2016Die Langenfelder Mittelstands- und Wirtschaftsver- einigung und der MIT-Kreisverband Mettmann waren erstmals Gastgeber eines MIT-Dreikönigs- treffens. Der für politischen Gedan- kenaustausch am Jahresbeginn bekannte Begriff ist nach Aussage von Hans-Dieter Clauser, dem lokalen MIT-Chef, „für Langenfeld ein neues Veranstal- tungsformat“, ein Versuch, vielleicht der Beginn einer Tradition?

Die alljährlichen Treffen gelten als Stimmungsbarometer der Politik-Basis und sind bekannt für markige Sprüche. Die hervorragend besuchte Veranstaltung startete mit dem Besuch der Sternsinger Fiona, Carolin und Sophie aus der Kirchengemeinde St. Josef. Die Atmosphäre des Dreikönigtreffens, das Vortragsthema „Steht Angela Merkel auf dünnen Eis?“ und als Referent der CDU-Europaabgeordnete Herbert Reul waren Garanten für einen lebhaften Meinungsaustausch.

Der Leichlinger Politiker, der als Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament und als Vorstandsmitglied der Bundes-CDU über spezielles Wissen verfügt, schilderte zunächst seine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen. Herbert Reul: „Die Bewältigung der Flüchtlingsströme ist eine große Aufgabe, die von den Nationalstaaten alleine nicht mehr gelöst werden kann. Das ist eine humanitäre Aufgabe für uns alle, sowohl auf lokaler, nationaler und auch europäischer Ebene. Nur gemeinsam können wir Schritt für Schritt Lösungen erzielen und die Flüchtlingskrise auch als Chance nutzen. Denn Krisen haben Deutschland, und vor allem die Europäische Union stets stärker und erfolgreicher gemacht.“

Vermutlich unter dem Eindruck der Kölner Silvester-Ereignisse konzentrierten sich die Wortmeldungen auf das Thema Flüchtlinge, Obergrenzen, Verfahrensabläufe, Integration. Dabei wurde deutlich, dass fast alle aktuellen politischen Probleme nur auf europäischer Ebene zu lösen sind. „Wir sind eine Solidargemeinschaft, nicht nur an schönen Tagen“.

Reul räumte ein, dass die jetzigen Probleme auch dadurch entstanden, dass Mängel wie die unzureichende finanzielle Versorgung der UN-Flüchtlingslager oder die zunehmende Missachtung der Dublin-Regelungen lange Zeit bekannt waren ohne politische Konsequenzen zu ziehen. Reul widersprach dem Vorwurf von MIT-Mitgliedern, EU und Bunderegierung hätten nicht (genug) reagiert. Die Entscheidungen der EU zur Verteilung der Flüchtlinge, die neuen Regelungen zu sicheren Herkunftsländern, Stärkung von „Frontex“ und „Hot-Spots“ an Grenzen oder die Asyl-Verfahrensbeschleunigungen seien relativ schnell gefasst worden und dabei „Beschlüsse mit breiter Mehrheit, die man sich vor wenigen Monaten so nicht hätte vorstellen können“. Die Diskussion zeigte, dass die fehlende Ausführung dieser Beschlüsse das größte Hindernis darstellt. „Von den 160.000 Flüchtlingen, die europaweit verteilt werden sollen, sind erst 300 wirklich überstellt worden, aber“, so Reul, „Staaten können nicht gezwungen werden“.

Auch manche Gerichtsentscheidung hemme die erhofften schnellen Veränderungen. Es wurde auch deutlich: Die (geduldete) Missachtung von Regeln, die fehlende Rückendeckung für Polizei und Sicherheitskräfte, das Entstehen von rechtsfreien Räumen sind Fakt, aber keine Folge des Zuzugs von Flüchtlingen. Reuls Hoffnung, „vielleicht führen Ereignisse wie in Köln insgesamt zu einer neuen Kultur im gesellschaftlichen Umgang“. Clauser: „Viele Bürgerinnen und Bürger stellen sich die Frage: Was unternimmt die Politik, die Regierung und die Kanzlerin zur Bewältigung dieser gewaltigen Herausforderung und lässt sich diese Politik den Bürgern vermitteln?“

Mit diesem Dreikönigstreffen konnten wir dank Herbert Reul Hintergründe erläutern, die Gäste konnte ihre Sorgen und Ängste vortragen und dem Politiker deutlich machen: „Wir fordern Solidarität und eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge in Europa, wir brauchen zuverlässige Grenzkontrollen und ein Signal der Begrenzung des Flüchtlingsstroms“.

Wolfgang Leyendecker fasste die Diskussion kurz zusammen und stellte abschließend fest, dass das geltende deutsche und europäische Recht, uneingeschränkt angewendet werden muss und auch nicht ansatzweise eine Aussetzung von Rechtsnormen akzeptiert werden kann. Für jeden, der in unserer Gesellschaft aufgenommen werden will, sind die Werte und Grundsätze unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens nicht verhandelbar, auch nicht aus religiösen Gründen. Er sprach die Hoffnung aus, dass die derzeitige Flüchtlingskrise von den demokratischen Kräften zukunftsweisend gelöst wird, damit nicht falsche politische Interessen aus der Situation gestärkt werden.

mit-weihnachten2015Bei original Bergischer Kaffeetafel starteten die Langenfelder Mittelständler unter Leitung von Hans-Dieter Clauser und Reiseleiter Dirk Ockel in die diesjährige Adventszeit. Voraus gegangen war eine Busfahrt ins benachbarte Solingen zum Deutschen Klingenmuseum. Dirk Ockel: „Hier werden wir der Industriekultur der Nachbarstadt einmal die volle Aufmerksamkeit widmen“. Die Führung übernahm für alle Beteiligten zunächst etwas erstaunlich ein nicht typischer Solinger evtl. mit bergischem Platt, vielmehr begrüßte sie ein Cevin aus dem fernen US Bundesstaat Oregon. Einmal Vertrauen gefasst, stellten die Mittelständler schnell fest, dass Cevin ein gewitzter, sprachlich sehr versierter und inhaltlich sehr erfahrener Historiker war, der die angesetzte Stunde wie im Flug vergehen lies. Auch war man sich einig, dass ohne eine Führung ein Besuch an gleicher Stelle nie den gleichen Stellenwert hätte haben können.

Dies merkte man um so mehr, als die Reise wie geplant nach Schloss Burg fortgesetzt wurde. Hier war das ursprüngliche Ziel eine weitere kulturelle Führung zu erhalten, bevor man dann den oben genannten gemütlichen Teil einleiten wollte. Leider war bei der Planung schon klar geworden, das diese aufgrund des mittelalterlichen Adventsbasars weichen musste. Auch ohne Führung begingen die Teilnehmer besagten Basar und fanden Handwerkskünste vor, die zu diesen Zeiten auf gängigen Weihnachtsmärkten auch üblicherweise zu bestaunen sind, welche jedoch von einigen mittelalterlichen Brauchtümern begleitet wurden.

Bei original bergischem Regenwetter nahmen die MITler noch den ein oder anderen Glühwein als Wegzehrung mit auf ihrem Weg ins Restaurant und ließen diesen ersten Advent ein wenig besinnlich gemeinsam ausklingen.

landtag 20151125Gemeinsam mit den Vertrauensper- sonen der BARMER GEK Düsseldorf und Kreis Mettmann begab sich Hans-Dieter Clauser zurück an seine alte Wirkungsstätte, den Düsseldorfer Landtag. Ziel war es den Gästen aus Wirtschaft und Verwaltung bei einer Führung den Blick hinter die Kulissen zu erlauben und Einblicke in die Faszination von politischer Arbeit zu ermöglichen. Clauser, von Hause aus Bauingenieur, begann den Besuch am Modell des Landtags im dortigen Foyer und verdeutlichte den Anwesenden die architektonischen Besonderheiten verbunden mit historischen Hintergründen. Auf der Besucherebene offenbarte er den Gästen einen Blick in den zu diesem Zeitpunkt leeren Plenarsaal. Gespannt verfolgten die Besucher wie Clauser neben einigen persönlichen Erlebnissen auch den parlamentarischen Alltag, von der Idee eines Antrags bis zur parlamentarischen Behandlung in einem Arbeitskreis über Fraktion und Ausschuss bis zum Plenum erklärte. Im Anschluss traf man -dank der nach wie vor hervorragenden Kontakte Clausers- gemein-sam mit dem wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU Landtagsfraktion und Landesvorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Hendrik Wüst MdL. Wüst berichtete von aktuellen Themen und nahm explizit Stellung zum Haushalt 2016. Obwohl NRW aktuell über beste Steuereinnahmen verfügt ist ein Sparwille und damit verbundener Schuldenabbau für kommende Generationen, von der aktuellen Rot-Grünen Landesregierung nicht zu erkennen und somit weit entfernt von der „schwarzen Null“ des Bundefinanzministers. Wüst mahnte an, dass NRW dringend den digitalen Strukturwandel nutzen solle und u.a. den flächendeckenden Breitwandausbau als Schlüsseltechnologie fördern müsse. Dies sei ein Schlüssel um in der Zukunft mehr wirtschaftliche Entwicklungschancen zu schaffen, um NRW als Standort attraktiv zu machen und um mittelfristig mehr Steuereinnahmen zu generieren. In der darauffolgenden Diskussionsrunde stand Wüst, für die zahlreichen Fragen der Besucher, zur Verfügung. Im anschließenden Ausklang der Veranstaltung waren die Gäste unisono der Ansicht, dass hier mit Hendrik Wüst ein Abgeordneter mit ihnen den Dialog geführt hatte, der neben seiner unbestrittenen Wirtschaftskompetenz , ein sympathischer und bodenständiger Mensch geblieben ist.

Oliver Winkelmann, Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK Düsseldorf und auf Seiten der Barmer GEK Gastgeber der Veranstaltung, bedankte sich bei Clauser und Wüst für die kurzweilige und hoch interessante Zeit. Er sprach ebenfalls seinen Dank an Dirk Ockel aus, den Bezirksgeschäftsführer der Barmer GEK Langenfeld. Ockel hatte als Geschäftsführer der MIT Langenfeld die Idee zu der Veranstaltung und stellte gerne den Kontakt zu Clauser und der MIT her, da in Zeiten von rücklaufenden Wahlbeteiligungen Politik nur durch Transparenz und Dialog den Trend umkehren kann.

MIT-DelegierteDresden war die Bühne auf der die Mittelstands- und Wirtschafts- vereinigung der CDU neben ihren Bundesvorstands- wahlen diverse wirtschafts- politische Themen gemeinsam diskutierte. Bernd Roller und Dirk Ockel aus dem Vorstand der Langenfelder MIT waren als Delegierte für den Landesverband NRW vor Ort.

Die Veranstaltung war aus wirtschafts- politischer Sicht hochkarätig besetzt und wurde durch eine Rede und Diskussion mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nochmals aufgewertet. Das alles beherrschende Thema der Tagung war und ist nach wie vor die Integration von Flüchtlingen aus humanitärer und auch ökonomischer Sicht. Dr. Schäuble fand nachdenkliche Worte dazu und wies darauf hin, dass wir unbedingt zu geordneten Zuständen kommen müssen, damit wir wissen wer überhaupt wo in unserem Land zugereist ist. Denn diese fehlende Organisation sorgt vor allem für spätere Probleme und nagt an der noch bestehenden Zustimmung weiter Kreise der Bevölkerung.

Der mit 98,7 % Zustimmung wiedergewählte Dr. Carsten Linnemann sprach sich ebenfalls für die Rückkehr zum EU-Recht und die damit verbundene Sicherung der EU-Außengrenzen, sowie die Erschaffung von HotSpots zur Registrierung der Menschen aus.

Überschattet wurde der Samstag von den Ereignissen in Paris. Der aus einer Nachtsitzung der EU-Finanzgremien in Brüssel angereiste Staatssekretär im Finanzministerium, Jens Spahn, war - wie alle Anwesenden - sichtlich betroffen. Er machte unmissverständlich klar, dass gerade wir Europäer noch enger zusammenrücken sollten um zu zeigen, dass der Terror und die Bedrohung unserer Werte und unseres freiheitlichen Lebensordnung keine Chance haben!

Bei den Wahlen zum Bundesvorstand wurde der hiesige Kreisvorsitzende der MIT, Wolfgang Leyendecker, erneut gewählt. Roller und Ockel konnten aus Dresden das Gefühl mitnehmen, dass unsere Politik nach wie vor Lösungen findet, die in der EU, in Deutschland und auf lokaler Ebene umgesetzt werden müssen, damit wir diese Herausforderungen meistern.

MIT-Visite2015 2Die Mittelstands- und Wirtschafts- vereinigung hatte zu einer ihrer beliebten MIT-Visiten einge-laden, um ein spannendes und sehr aktuelles Thema aufzugreifen. „Gefahren und Risiken im Netz“.

Das Internet ist ein Ort der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten. Ob telefonieren, einkaufen oder Geld überweisen; viele alltägliche Dinge lassen sich heute online erledigen. Doch neue Technologien werfen auch Fragen zu Sicherheitsaspekten auf.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den MIT Vorsitzenden Hans-Dieter Clauser und einem Wort des Dankes an die Gastgeberin Edith Strunk vom Autohaus Ford Strunk zeigte Wolfgang Straßer, Geschäftsführer der @-yet GmbH aus Leichlingen, aktuelle Bedrohungslagen und Arbeitsweisen der Cyberkriminellen anhand von Beispielen aus der täglichen Arbeit seines Sicherheitsunternehmens auf. Clauser: „Sehr überzeugend, überaus anschaulich und besorgniserregend waren einige Live-Hacking-Einlagen des Referenten“. Glücklicherweise wurden aber nicht nur Bedrohungen aufgezeigt, es wurden auch wichtige erste Schritte und Wege zu einem besseren Schutz skizziert.

Über Soziale Netzwerke knüpfen Millionen Deutsche Kontakte und pflegen Freundschafften. Sie legen ein persönliches Profil an, das neben grundlegenden Angaben zu ihrer Person auch Informationen über Hobbys, die Familienverhältnisse oder den beruflichen Werdegang enthalten kann. Mit zu großzügigen Informationen lauern schon die ersten Gefahren durch Kriminelle. Also, Daten online nur sparsam preisgeben - besonders in sozialen Netzwerken! Man muss seine Einstellungen so speichern, dass das eigene Profil - etwa in einem sozialen Netzwerk - nicht über eine Suchmaschine gefunden werden kann und nur ausgewählte Besucher alle Einträge sehen.

Online-Shopping liegt im Trend. Dabei lockt neben der großen Auswahl vor allem die bequeme Möglichkeit, jederzeit von zu Hause aus auf Einkaufstour zu gehen. Aber auch beim Einkaufen im Internet ist Vorsicht geboten! Mit gestohlenen Daten können Kriminelle in Ihrem Namen im Internet einkaufen oder bezahlen. Benutzernamen sollten so gewählt werden, dass sie nichts über einen selbst verraten. Namen, Wohnorte, Altersangaben und Ähnliches sollten vermieden werden. Passwörter regelmäßig zu wechseln, schützt zwar nicht automatisch vor Missbrauch, kann aber die Sicherheit erhöhen. Ein sicheres Passwort sollte mindestens 18 Zeichen lang sein und Groß- und Kleinschreibung, Sonderzeichen und Ziffern enthalten. Um sich ein abstraktes Passwort besser merken zu können, kann man Eselsbrücken nutzen: zum Beispiel einen Satz ausdenken und aus den jeweils ersten Zeichen der Wörter das Passwort bilden. So ergibt der Satz "Wie soll ich mir 5 Passwörter merken?" das Passwort: Wsim5Pm?

Schon jeder Zweite nutzt heutzutage Online-Banking und vertraut damit sensible Daten dem Netz an. Wer Online-Banking nutzt, spart sich zwar Zeit und Mühe. Der Anwender setzt sich aber auch Sicherheitsrisiken aus. Kriminelle versuchen, Konto- und Kreditkartendaten der Nutzer auszuspähen und mit ihrer Hilfe an das Geld der Bankkunden zu kommen. Aktuelle Ereignisse zeigen, dass die Sicherheitskonzepte für Online-Banking erhebliche Defizite aufweisen. Deshalb die Empfehlung des Experten: „Nutzen Sie zur Absicherung des Online-Bankings das Verfahren HBCI (Homebanking Computer Interface) mit Chipkarte, etwas teurer aber deutlich sicherer!“ Für das Online-Bezahlen sollten nur verschlüsselte Verbindungen verwendet werden. Diese erkennt man an einem Schloss- oder Schlüsselsymbol und den Buchstaben "https" in der Adresszeile. Vorsicht und ein gesundes Misstrauen sind gute Mittel gegen E-Mail-Phishing-Attacken. Da Anwender sensibler für diese Bedrohung geworden sind, nutzen Kriminelle beim Erbeuten von Passwörtern zunehmend Schadprogramme. Kommunikationsschnittstellen wie WLAN oder Bluetooth sollten an mobilen Geräten ausgeschaltet werden, sobald man sie nicht mehr benutzt. Mobile Geräte sollten grundsätzlich mit einem Passwort geschützt sein. Das kann man in den Sicherheitseinstellungen festlegen. Wer ein öffentliches WLAN-Netz nutzt und zum Beispiel in einem Café über dessen WLAN-Verbindung online geht, sollte dort keine sensiblen Daten übermitteln. Deshalb: Bankgeschäfte, Online-Shopping oder die Übermitt-lung der Kreditkartennummer immer nur von zu Hause aus erledigen!

Der MIT Vorsitzende resümierte: „Cyber Crime greift nicht nur große Institutionen und die Industrie an, der Mittelstand ist genauso betroffen wie jeder private Nutzer. Für mehr Sicherheit sollte jeder sein Nutzungsverhalten sorgfältig prüfen!“

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