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Was haben Fliegengitter mit Computern zu tun? Diese Frage stellten sich zu Beginn viele der rund 40 Gäste beim diesjährigen Unternehmertreff der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Langenfeld. Die Gastgeber –der Insektenschutzhersteller RSD Systeme GmbH und das Computer-Systemhaus ITSM Gmbh gaben dazu eindruckvolle Antworten. Michael Schulz-Dobrick, Gründer von RSD, schilderte mit plastischen Beschreibungen die typische Problemlage vieler Handwerksbetriebe: Mehr Aufträge = mehr Papier = mehr Unordnung = höhere Kosten. Vor 13 Jahren kam dann der Kontakt zum Inhaber des Systemhauses ITSM, Norbert Meiss, zustande. Und gemeinsam fand man pragmatische technische Lösungen für diese Probleme. Die Gäste konnten sich von der verständlichen Benutzeroberfläche und den heute sehr vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten überzeugen. Der Informationsfluss reicht heute vom Auftrag über das Lager bis direkt an die Produktionsmaschine und ermöglicht dem Handwerksunternehmen trotz stattlicher Investitionskosten erhebliche Einsparungen. Deswegen war es nur konsequent, dass sich die Geschäftspartner seit zwei Jahren ein neues und modernes Geschäftsgebäude im Industriepark Galkhausen in Langenfeld-Reusrath teilen. Von Präzision und partnerschaftlicher Zusammenarbeit zeugte auch die anschließende Besichtigung des Produktionsbereiches für Insektenschutzgitter bei der die Komplexität eines sehr vielseitigen und individuellen Lieferprogramms deutlich wurde. So gediegen wie der Eindruck des Gesamtunternehmens war auch die Bewirtung der Mittelständler beim anschließenden Gedankenaustausch. MIT-Vorsitzender und Landtagsabgeordneter Hans-Dieter Clauser: „Ziel des Unternehmertreffs ist es, MIT-Mitglieder, aber vor allem Gäste in lockerer Runde miteinander ins Gespräch zu bringen. Dies hat heute wieder einmal hervorragend funktioniert - dank unserer tollen Gastgeber. Es war eine schöne Atmosphäre und es wurden viele neue Kontakte geknüpft und wertvolle Informationen weitergegeben.“

1222257022_gr_IMG_2256.JPGStrahlende Gesichter auf der Ausbildungs- und Jobbörse

Die Resonanz übertraf bei allen Beteiligten die Erwartungen. Die 3. Ausbildungs- und Jobbörse Langenfeld/Monheim am 16.09.08 war ein voller Erfolg und macht Appetit auf mehr. Die Veranstalter (Agentur für Arbeit Langenfeld / Monheim und die beiden Stadtverwaltungen Monheim. a. Rh. und Langenfeld, die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Langenfeld, der Industrieverein Langenfeld) freuten sich über die Teilnahme von 47 Unternehmen aus der Region und fast 2000 Jugendlichen, die sich durch die Hallen der Jobbörse schoben. Dieses positive Ergebnis möchten die Organisatoren als Grundlage nehmen die Ausbildungs- und Jobbörse im nächsten Jahr noch attraktiver zu gestalten. Schirmherr der Veranstaltung war der Landtagsabgeordnete Hans-Dieter Clauser: "Wir sind überwältigt von dem großen Zuspruch, gerade deshalb wollen wir das Angebot im nächsten Jahr noch ausweiten. Auf jeden Fall müssen wir mehr das Handwerk gewinnen und die Lehrstellen anschaulich darstellen. Ich wäre glücklich, wenn ich im nächsten Jahr noch mehr Eltern, Großeltern oder Lehrer begrüßen könnte. Viele Jugendliche brauchen Unterstützung bei der Berufsauswahl." Das Angebot auf der Ausbildungs- und Jobbörse war vielfältig. Es präsentierten sich Banken und Sparkassen, Versicherer und produzierende Unternehmen. Auch der karitative Bereich war vertreten. Manche Besucher nutzten die Chance und knüpften einen Kontakt für ein Schulpraktikum. Der ein oder andere ist mit einem klaren Berufswunsch oder auch mit einer berechtigten Hoffnung auf einen Lehrvertrag nach Hause gegangen. Einen besonderen Grund zur Freude hatten die Schülerinnen und Schüler der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) der VHS Langenfeld. Sie gewannen den ersten Preis des Bewerbungs-Quiz der Agentur für Arbeit und erhielten 250 Euro für die Klassenkasse. Platz 2, mit 150 Euro dotiert, erreichte die Klasse 12 c der Kollegschule Opladen. Die Klasse 9b der Langenfelder Kopernikus-Realschule erhielt für den 3. Platz 100 Euro. Das Preisgeld wurde vom Industrieverein Langenfeld gespendet. Alle anderen Teilnehmer des Quiz erhielten Gutscheine für Bewerbungstrainings durch Experten aus dem Personal- und Ausbildungsbereich der lokalen Wirtschaft.

„Die Kreditversorgung ist derzeit eines der wichtigsten Probleme für mittelständische Unternehmen“, so der stellv. Landesvorsitzende der CDU Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Dr. Harald Pohlmann. Hier spielen aus Sicht des CDU Wirtschaftsflügels die Sparkassen eine besondere Rolle. Die Novellierung des nordrhein-westfälischen Sparkassengesetzes sei daher überfällig. „Wenn diese Novellierung weiter auf die lange Bank geschoben würde,“ so deren stellv. Landesvorsitzender Dr. Harald Pohlmann, „wäre dies fatal für die Sparkassen im Land, weil sie im internationalen Wettbewerb schlechtere Karten hätten.“ Durch das Gesetz wird mit veralteten Verwaltungsformen aufgeräumt, werden die Organstrukturen modernisiert und die Ausgangsbedingungen der Sparkassen gestärkt an diejenigen der anderen Kreditinstitute angepasst. Gleichzeitig, so Dr. Pohlmann, würden die notwendige Anpassung an das geltende EU-Recht und die Einigung der WestLB-Anteilseigner vom 8. Februar 2008 zur Zukunftssicherung der WestLB eingearbeitet. Die Verbundzusammenarbeit zwischen Sparkassen, Sparkassenverbänden und der WestLB als Sparkassenzentralbank erfolge wie bisher auf freiwilliger Basis. „Nachweislich falsch“, so Harald Pohlmann,“ ist die Behauptung der Kritiker, das der Gesetzentwurf die Privatisierung der Sparkassen ermögliche.“ Auch die Einführung von Trägerkapital sei kein Einfallstor für eine Privatisierung, da diese auf rein freiwilliger Basis und in alleiniger Entscheidung der örtlichen Eigentümer der Sparkasse erfolge. Die Kampagnen der SPD gegen das Sparkassengesetz vor Ort sieht Pohlmann als Verzweiflungsakte einer Themen- und Orientierungslosen SPD. „Unser Finanzminister Dr. Helmut Linssen hat ein Gesetz mit Augenmaß vorgelegt, dass die Zukunftsfähigkeit der Sparkassen sichert, die Rolle der kommunalen Eigentümer stärkt und weitergehende Forderungen der EU ablehnt. Hierbei hat er die volle Unterstützung der MIT“, so MIT Vize Dr. Pohlmann.

Anlässlich der morgen beginnenden „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler, erklärt der Landesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU NRW: „Für unser Gemeinwesen gibt es kaum wichtigeres als die Bereitschaft des Einzelnen, ohne staatlichen Zwang, in Eigeninitiative und mit eigenen Ideen bürgerschaftlich für andere sich zu engagieren.“ Schauerte, der auch Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung ist, bedankt sich anlässlich der Aktionswoche „Engagement macht stark!“ auch bei den vielen Unternehmern und Selbständigen, die dies vorbildlich alltäglich praktizieren. „Was wäre unser Jugendsport ohne Trikotspender und freiwillige Trainer? Was wäre die Freiwillige Feuerwehr ohne Unternehmer, die Ihre Mitarbeiter gerne freistellen und oft auch selbst mit anpacken? Vom Stadtfest bis zur Kindergarteneinrichtung- und der Schulrenovierung: Unternehmer sind sich Ihrer Verantwortung bewusst und tun etwas für unser Gemeinwesen. Dafür sollte man einfach mal ganz herzlich Danke sagen!“. Der Mittelstandspolitiker hofft aber, dass es bei der Aktionswoche nicht bleibt. „Wir müssen in allen unseren politischen Entscheidungen immer im Auge behalten, dass die Bürger mehr tun, als Steuern zu bezahlen oder Transferleistungen zu beziehen. Deswegen müssen wir die privaten Spielräume für dieses Engagement verbreitern“, so Schauerte auch mit Blick auf Abgaben und die steuerlichen Belastungen für Selbständige und Unternehmer ebenso wie für Beschäftigte. Schauerte: „Bürgerschaftliches Engagement ist ‚Privat vor Staat’ in seiner besten Ausprägung. Es gilt diesen Kitt unserer Gesellschaft zu erhalten und zu fördern, denn unsere Gesellschaft ist gar nicht so egoistisch wie oft behauptet. Viele Freiwillige beweisen das Tag für Tag in Deutschland und NRW.“

So hatten sich die Mitglieder der Langenfelder MIT ihren traditionellen Pfingstspaziergang schon lange gewünscht: Strahlender Sonnenschein und - wie immer - ein abwechslungsreiches Programm. Erst ging es zu Fuß durch die Wiescheider Wälder mit einem ersten Höhepunkt in der Künstlergalerie Wiegescheid. Franz Leinfelder, Langenfelder Maler und Bildhauer begrüßte gemeinsam mit seiner Kollegin Elke Tenderich-Veit die Gäste und stellte ihnen die aktuelle Ausstellung von Bildern des Künstlers Rolf Jahn vor. Nach einem weiteren Fußmarsch wurde dann das Ziel, der Bauernhof der Familie Aschenbroich, erreicht. Bauer und MIT-Mitglied Josef Aschenbroich erläuterte die harte Realität bäuerlichen Lebens in Zeiten von Globalisierung und EU Regelungswut. Da bleibt für Romantik wenig Platz, dafür gibt es haufenweise harte Arbeit ohne Arbeitszeitbeschränkung. Und immer findet sich irgendein Bürokrat, der sich neue Plagen ausdenkt um seine ökologisch motivierte Selbstverwirklichung zu befriedigen. Bei der Besichtigung der Ställe prallten dann wieder Klischee und Realität aufeinander. Die Bedingungen einer Eierproduktion im großen Maßstab sind schon ganz besondere. Aschenbroich konnte jedoch anschaulich die Vorteile der oft verteufelten Käfighaltung gegenüber der Bodenhaltung verdeutlichen. Da schmeckten auch anschließend die Eier in Nationalfarben zum von Manfred Stuckmann und dem MIT-Vorsitzenden Hans Dieter Clauser MdL dirigierten Pfingsteier-Singen.

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