MIT – das Gewissen der Union

Erstellt: Mittwoch, 11. November 2009 12:00

1261477464_kl_PM-Langenfelder_MIT.jpgLangenfelder MIT auf Bundesdelegiertenkonferenz

Nein, spannungsfrei ist das Verhältnis zwischen der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) und der Mutterpartei CDU bestimmt nicht. Dies zeigte sich erneut auf der Bundesdelegiertenkonferenz der MIT in Berlin, an der auch die Langenfelder Vorstandsmitglieder Sandra de Clerque, Manfred Jung und Bernd Roller teilnahmen. Der alte und neue Bundesvorsitzende, Josef Schlarmann, hatte schon zu Zeiten der großen Koalition immer wieder den Finger in die Wunde gelegt. Es ist höchste Zeit nicht immer nur die Ober- und Unterschichten dieser Gesellschaft ins Visier zu nehmen, sondern endlich wirksame Schritte zur Entlastung der Mittelschicht – d.h. vom Facharbeiter bis zum persönlich haftenden Unternehmer – in Angriff zu nehmen. Damit eckte Schlarmann nicht nur bei der Bundeskanzlerin an, sondern wurde von verschiedenen Parteistrategen unter Druck gesetzt. Diesem Druck hält er stand und fordert echte Entbürokratisierung, ein einfaches und gerechtes Steuersystem und ein Ende des Subventionsdschungels. Deswegen erschien es kaum als Zufall, dass der Auftritt der Bundeskanzlerin mitten in den Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden platzte. Schlarmann blieb unbeirrt, führte seine kritischen Ausführungen zum Wahlergebnis und seine Forderungen zur innerparteilichen Aufarbeitung des schlechten CDU-Ergebnisses zu Ende und die Kanzlerin wartete mit kühlem Lächeln. Mit einem Wahlergebnis von 97,6 % für Schlarmann und stehendem Applaus zeigten die Delegierten Flagge und demonstrierten Selbstbewusstsein. Sie wollen das Feld verantwortlicher Wirtschafts- und Steuerpolitik nicht kampflos der FDP überlassen. So faszinierend diese Konferenz zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls in Berlin für die Langenfelder Delegierten auch war, schlussendlich ergriff sie bei diesen Streitigkeiten ein wenig Heimweh nach Langenfeld. Hier wird tagtäglich demonstriert, wie die CDU und ihre Mittelstandsvereinigung Hand in Hand gute Politik zum Wohle von Bürgern und Unternehmen gestalten. Es geht also auch ohne Knatsch. Zum Abschluss wurde der Vorsitzende des Kreisverbandes Mettmann, Wolfgang Leyendecker, in den MIT-Bundesvorstand gewählt und kann dort die zukünftige Politik mitgestalten.