JHV MIT ME2014Auf diese sportliche Frage reduzierte der Bundesvor-sitzende der Mittelstands- und Wirtschafts-vereinigung der CDU (MIT) Dr. Carsten Linnemann MdB die Vorhaltungen der anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Jahreshaupt-versammlung des Kreises Mettmann.

Zu Recht zeigte sich die Unzufriedenheit der Mittelständler mit der Arbeit der Großen Koalition in Berlin und dort insbesondere die fehlende Handschrift der Union an vielen Beispielen. Immer mehr Bürokratie – egal ob aus Brüssel, Berlin oder Düsseldorf -, immer mehr Gesetze, die gerade den kleineren Unternehmen das Leben schwer machen(z.B. Mindestlohngesetz, Tariftreuegesetz, Neuregelung Erziehungszeiten, Einführung Pflegezeiten etc.). Kein Wunder, das nur noch wenige Unternehmer werden wollen. Studien zeigen, dass nur 7 % der deutschen Studenten sich vorstellen können Unternehmer zu werden, aber 30 % eine Karriere im öffentlichen Dienst wünschen. Ein Alarmsignal für unsere Gesellschaft und deren Zukunftsaussichten!

Aber das Jammern über die Zustände hilft nicht weiter. Dr. Linnemann versucht als Bundestagsabgeordneter mit seinen MIT-Kollegen eigene Schwerpunkte zu setzen. Mit der „Flexi-Rente“ (Verbesserung der freiwilligen Beschäftigung nach dem Renteneintrittsalter) konnte man einen wirksamen Kontrapunkt zu der Zielgruppen-Beglückung „Rente mit 63“ erfolgreich umsetzen. Derzeit hat man sich sogar mit der CDA – der Arbeitnehmervertretung in der CDU – gemeinsam auf die Steuerbremse geeinigt. Hier soll die ungerechte „kalte Progression“, bei der dem Arbeitnehmer nach einer Tariferhöhung oft netto weniger übrig bleibt als vorher, beseitigt werden.

Als nächstes wichtiges Projekt steht „Wirtschaft 4.0“, die Digitalisierung des Wirtschaftslebens, als Reaktion auf die immer schneller werdenden Veränderungen in der Welt an. Die kleineren Unternehmen müssen sich diesen Entwicklungen mit ihrer natürlichen Flexibilität anpassen.

Beim Grußwort des Gastgebers und AGES-Geschäftsführers Rolf Herzog konnte man sich in Langenfeld dagegen einmal wieder auf der Insel der Glückseligen wähnen. Anhand seiner eigenen Erfahrungen bei der Ansiedlung eines der größten Gewerbesteuerzahlers der Stadt gab es dickes Lob für Bürgermeister Frank Schneider und seine Stadtverwaltung. Wörtlich: „8 Monate vom Bauantrag bis zum Einzug – das hätte in Düsseldorf nicht funktioniert!“ Aber auch die Bemühungen des Ex-MdL und MIT-Stadtverbandsvorsitzenden Hans-Dieter Clauser um die Zusammenführung von Jugend und Wirtschaft bei der Berufsorientierungsbörse BOB lobte er als Modell, um Zukunft gemeinsam gut zu gestalten. Ich habe von Herrn Clauser eines gelernt: „Es gibt nichts Gutes – außer man tut es!“

Treffender hätte ein Schlusswort kaum sein können.

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