Die Mittelstands- und Wirtschafts- vereinigung der CDU (MIT) hat einen harmo- nischen Generations- wechsel auf Landes- und Bundesebene vollzogen. In NRW beerbte Hendrik Wüst MdL (38) bereits im August den langjährigen Vorsitzenden Hartmut Schauerte (69). Bei der Bundesdele- giertenkonferenz der MIT in Braunschweig machte es ihm der Paderborner Dr. Carsten Linnemann MdB (36) nach und wurde in einer Kampfabstimmung mit 71,7 % Prozent Nachfolger des 73-jährigen Grandseigneur des Wirtschaftsflügels der CDU, Dr. Josef Schlarmann.

Mitten im Geschehen: die Delegierten des Kreises Mettmann mit dem 2.Vorsitzenden der Langenfelder MIT, Bernd Roller. Roller freute sich nicht nur über die jetzt starke Rolle von NRW auf Bundesebene sondern auch über programmatische Klarstellungen. In einem Leitantrag wurde die Rolle des persönlichen haftenden Unternehmers mit seiner Verantwortung für Mitarbeiter und Gesellschaft betont. „Mich ärgert immer, wenn die Vorstandsvorsitzenden von Großkonzernen in der öffentlichen Darstellung als Musterbild des Unternehmers dargestellt werden. Es sind stattdessen hochbezahlte Angestellte, die nicht mit ihrem Vermögen für eigene Fehler haften und ohne Zögern für den letzten Prozentpunkt Profitrate Arbeitsplätze ins Ausland verlegen. Im Gegensatz dazu zahlen die Mittelständler – wie alle anderen Bürger – nur hier ihre Steuern und empfinden ihre Verantwortung für unser Land. Diese Abgrenzung sollte einmal in den Vordergrund rücken!“ so Roller.

Auch die Unternehmerinnen in der MIT zeigten sich ausgesprochen selbstbewusst: Sie beantragten die Beseitigung der Frauenquote in den CDU-Gremien. Sie fühlen sich als „Quotenfrauen“ diskriminiert und sind sich sicher durch Leistung viel besser überzeugen zu können. Als erfahrener Personalmanager sieht Bernd Roller das ganz genauso: „Wenn ich mir die Bewerberentwicklung der letzten Jahre anschaue, so stelle ich fest, dass bei vielen attraktiven Stellen junge Frauen den männlichen Kandidaten fachlich und persönlich überlegen sind. Wenn das so weiter geht müssen wir uns bald über Jungen-Förderung statt Girls-Day unterhalten.“

Nicht zuletzt ist in Familienunternehmen die Anzahl der weiblichen Führungskräfte und auch der Unternehmerinnen deutlich höher als in den Konzernen – ganz ohne Quote. Die Mittelständler können es sich einfach nicht leisten auf diese Qualitäten zu verzichten. Denn hier zählt Leistung.

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